Vortrag: "Das Selterswasser und die schönen Künste"

Der angesehene in nationalen und internationalen Literaturzentren vielbeschäftigte Literaturwissenschaftler Reinhard Pabst (Oberselters) spricht am Dienstag, dem 22. Mai 2012, 19 Uhr, im Brunnencomptoir des Mineralbrunnens Niederselters zum Thema „Das Selterswasser und die schönen Künste“.

In diesem Vortrag geht es nicht nur um Musik (Beethoven, Wagner, Carl Maria von Weber u. a.) und Literatur (Alexandre Dumas, Edgar Allan Poe u. a.), sondern auch um Malerei und bildende Kunst. Es gibt z. B. von Paula Modersohn-Becker und einigen anderen namhaften Künstlerinnen und Künstlern Werke, die auf das Selterswasser Bezug nehmen oder mit Selterswasser geschaffen wurden.

Zum dritten Mal macht Reinhard Pabst auf Einladung des Geschichtsvereins Goldener Grund mit einem seiner Spezialthemen bekannt, mit denen er sich in der zeitgenössischen Literaturwissenschaft durch Publikationen und Vorträge einen unverwechselbaren Namen erworben hat.

Alle Interessierten sind zu diesem Vortrag herzlich eingeladen.
Der Eintritt ist frei.
Selterwassermuseum

Internationaler Museumstag

Internationaler Museumstag
Am „Internationalen Museumstag“
am Sonntag, dem 20. Mai 2012, um 14.30 Uhr,
findet eine Sonderführung durch das
Selterswassermuseum im Mineralbrunnen Niederselters statt.
Die Führung dauert ca. eine Stunde und kostet 4 € pro Person.
Anschließend, um 16 Uhr, wird der 15 Minuten dauernde Film
„Geschichte des Niederselterser Mineralbrunnens“
im Raum Brunnencomptoir gezeigt.

Interessierte können sich bei der Gemeindeverwaltung,
Frau Altmann, Tel. 06483/9122-12, anmelden.

Filmpremiere am „Tag des Wassers“

15 Minuten dauert der neue Werbefilm über den Niederselterser Mineralbrunnen, der am „Tag des Wassers“ am 22. März 2012 erstmals im Brunnencomptoir gezeigt wurde.

Es war keine leichte Aufgabe für den Vorsitzenden des Geschichtsvereins Goldener Grund und Ehrenbürgermeister Dr. Norbert Zabel, der gemeinsam mit Eugen Caspary und Franz Josef Stillger einen Leitfaden für diesen Dokumentarfilm entwickelte.


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Lebendig sollte der Film werden, nicht überfrachtet mit historischen Beschreibungen, leicht verständlich und so strukturiert, dass beim Betrachter von der vielbeschriebenen fünfhundertjährigen Geschichte etwas hängen bleibt.

Als am 26. Juni 2011 feierlich mit vielen Ehrengästen und zahlreichen Besuchern die Brunnenanlage der Bevölkerung übergeben wurde, begannen die Dreharbeiten. Bei herrlichem Wetter und mit hunderten Laienschauspielern wurden von den Profi-Filmemachern um Michael Schoppe eindrucksvolle Szenen eingefangen, die den Film durchziehen, ihm ein freundliches Gesicht verleihen.

Die Bilder zeigen gekonnt die bauliche Schönheit der Gesamtanlage. Allerdings muss ein Film über die bekannteste Quelle Deutschlands mehr als schöne Bilder liefern; er muss tiefer blicken, bis in die geologischen Verhältnisse, die dieses Wasser erst entstehen ließen, er muss erklären, warum man in ganz Deutschland Selterswasser kennt, und er muss erzählen, warum schon im 16. Jahrhundert ein berühmter, bekannter, vielzitierter Wormser Arzt das Selterswasser aus einer Heilquelle entspringen sah. Dem Zuschauer sollen die historischen Abläufe in einfachen, nachvollziehbaren Schritten dargeboten werden.

Der Film erinnert deshalb auch an lange vergessene Zeiten, an Staaten, die von der Landkarte verschwunden sind, wie Kurtrier, Nassau oder Preußen. Er lässt uns in Zeiten blicken, als für die Kurfremden Hotels und Gasthäuser in Niederselters errichtet wurden, als Niederselters vom Brunnen lebte.

Die nassauischen Herzöge kamen zu Wort, die den Kurbetrieb beseitigten, um die immensen Einnahmen aus dem Wasserverkauf in die eigene Tasche stecken zu können.

In jener Zeit hatte das Selterswasser hinsichtlich des Absatzes eine Spitzenposition in Deutschland und Europa. Viele Bücher berichten darüber. Apollinaris und Löhnberg-Selters spielten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts noch keine Rolle, Fachingen gehörte zu den kleinen heimischen Sauerbrunnen.

Der Begriff Selterswasser wanderte in jenen Jahren in andere Sprachen ein, was ausländische Mitbürger werbewirksam zeigen.

Auf den Konkurrenzkampf nach der Verpachtung an Friedrich Siemens, auf die Umbauphase zwischen 1905 und 1911, auf den folgenden Niedergang wird ein erläuternde Blick geworfen, und vergessen wurde auch nicht, die drei düsteren Jahre 1942 – 45 zu dokumentieren, als die SS Sudetenquellwasser aus der Seltersquelle füllte und verkaufte und mit Zwangsarbeiterinnen die Produktion aufrecht erhielt.

Den erfolgreichen Wiederbeginn in der Wirtschaftswunderzeit, als Lehnig deutschlandweit seine Getränke in die Haushalte transportierte, belichtet der kleine Film ebenso wie die Zeitabschnitte, die mit den Brauereien Herrenhausen und Bindung verbunden sind.

Und voller Stolz wird gezeigt, was in den letzten zehn Jahren aus der Industrieruine über der altberühmten Seltersquelle mit Hilfe der BRD, des Landes Hessen und europäischer Fördertöpfe wurde.

Der mit viel Beifall aufgenommene Film soll nahebringen, warum über 6 Millionen Euro in dieses besondere Kulturdenkmal investiert wurden; soll helfen, die Vergangenheit zu verstehen und erläutern, warum die Gemeinde Selters (Taunus), deren Name bekannter ist als jede Sektmarke, ohne diese Quelle wohl keinen überregionalen Bekanntheitsgrad jemals erreicht hätte.


2.1


Bürgermeister Bernd Hartmann bedankte sich bei allen, die an der Erstellung des Films „Geschichte des Niederselterser Mineralbrunnens“ tatkräftig mitgewirkt haben, von dem Redaktionsteam, Herrn Dr. Zabel, Herrn Caspary und Herrn Stillger, bis zu den Laien-Darstellern, bei den Förderinstitutionen, bei den Selterser Gremien für die entsprechenden Beschlüsse sowie bei der Firma 8mb graphic-design Michael Schoppe, ansässig in Frankfurt, die den Auftrag für diesen Imagefilm - gemeinsam mit Luftbildaufnahmen des Mineralbrunnens, mit Panoramaaufnahmen als Webseitenerweiterung und mit Rundumansichten einzelner Selterswasserkrüge – erhalten hatte.

Diese filmische Dokumentation über die Geschichte des Niederselterser Mineralbrunnens wird ab sofort im Rahmen von Führungen gezeigt.


3.1


Die Prämiere des mit viel Beifall aufgenommenen Filmes wurde abschließend mit einem kleinen Stehempfang im Foyer mit Sekt und Selters gefeiert.

Ein „Seltzer“ kann man auch in Amerika kaufen

selters in amerikaDass Selterswasser in der ganzen Welt bekannt war und dass der Name Selters auch in vielen Sprachen zu Hause ist, haben jetzt Stefan und Niklas Muth in Florida erfahren.

In einem Supermarkt in Cape Coral (Westküste) haben sie eine Flasche Mineralwasser erworben, auf der die Bezeichnung „Ritz“ für die Firma und „Seltzer“ für die Bezeichnung des Inhalts angegeben ist. Seltzer steht für Seltzerwater (Selterswasser), das schon Mitte des 19. Jahrhunderts von Niederselters aus nach Amerika geliefert wurde. In New York hießen z.B. der Wasserlieferant „Seltzerman“ und sein Lieferauto „Seltzertruck“.

In der geschichtlichen Forschung ist unbestritten, dass diese Bezeichnungen auf die Quelle in Niederselters zurückgehen, die im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts den europäischen Mineral- und Heilwassermarkt dominierte. Auch in anderen Sprachen hat der Begriff Selterswasser Einzug gehalten: so heißt Selterswasser in Frankreich „ l´eau de seltz“ und in der Slowakei „selterska woda“.
      
    
   
  

Öffnungszeiten des Haustrunks

Der Haustrunkselterswasserm logo
am Mineralbrunnen Niederselters


Öffnungszeiten:
 
mittwochs und samstags          9 - 13 Uhr
freitags                                   15 – 17 Uhr


Preise:

Die Jahreskarte ist zum Preis von 24 € bei der Gemeindekasse im Rathaus, Brunnenstraße 46, Ortsteil Niederselters, erhältlich.

Diese Karte ist dem Aufsichtspersonal vorzulegen, damit die abgeholten Mengen erfasst und registriert werden können. (Jahreskontingent 1.500 Liter) 

Die Hausordnung im Haustrunkraum ist zu beachten; das Hausrecht wird durch das Aufsichtspersonal ausgeübt.

Öffnungszeiten des Museums

Anschrift:
Selterswassermuseum
im Niederselterser Mineralbrunnen
Am Urseltersbrunnen 1 – 3
65618 Selters/Ts.-Niederselters

selterswasserm logo

Öffnungszeiten:
vom 1. April bis 31. Oktober
samstags und sonntags von 14 – 17 Uhr


Eintritt:
Erwachsene                                                     3,00 €
Kinder                              bis 6 Jahre              frei
Kinder und Jugendliche     6 – 18 Jahre             1,00 €


Führungen (nur nach vorheriger Vereinbarung):
Erwachsene                                                     4,00 €
Kinder und Jugendliche                                    2,00 €


Auskunft:
Gemeindeverwaltung
Frau Heike Altmann
Brunnenstr. 46
65618 Selters/Ts.-Niederselters
Telefon: 06483/9122-12
Fax: 06483/9122-20
E-Mail:
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